Die Systemische Therapie ist ein psychotherapeutisches Verfahren. Sie begreift Probleme nicht als Störung eines einzelnen Menschen, sondern als Folge einer Störung im sozialen Umfeld des Individuums – also des Systems. Ein System kann beispielsweise die Familie, die Schule oder das Arbeitsumfeld sein. Die Wechselwirkungen zwischen dem Betroffenen und seinem Umfeld stehen also im Fokus der Systemischen Therapie.
In der systemischen Perspektive wird der Mensch als Ganzes betrachtet und seine biologischen, psychischen und sozialen Lebenszusammenhänge einbezogen. Der Fokus liegt dabei auf der Person selbst in Wechselwirkung zu den jeweiligen Systemen (Paarbeziehung, Familie, Umfeld etc.). Um die Denk- und Verhaltensmuster der Person verstehen zu können, muss der Kontext mitgedacht werden.
Ein „Problem“ kann dabei nicht allein bei einem Individuum verortet werden, sondern wird bedingt durch die Struktur und Ordnung des Systems und die Kommunikation, Regeln und Interaktionen, die sich daraus ergeben.
Die Systemische Beratung und Therapie ermöglicht mithilfe unterschiedlicher Methoden einen geschützten Raum, sich mit eigenen Themen, Gefühlen und Denk- und Verhaltensweisen sowie Interaktionsmustern auseinanderzusetzen. So können gemeinsam neue Sichtweisen, Perspektiven und alternativer Handlungsstrategien entwickelt werden.
Ein wichtiger Aspekt stellt dabei die Aufdeckung und Stärkung der eigenen Ressourcen und Kompetenzen der/des Betroffenen dar.
Beispiele Systemischer Methoden, die in meine Arbeit einfließen:
Systemisches Arbeiten eignet sich für themenbezogene Anliegen (Beratung) als auch prozessbegleitend in der Therapie, sei es als Einzelperson, Paar oder Familie.
Da nicht jede unglückliche Situation oder auch der Wunsch nach Veränderung einer längerfristigen Therapie bedarf, kann systemisch-therapeutisch ausgerichtete Beratung bereits erste Schritte zur Veränderung ermöglichen und sehr hilfreich sein.
Warum genau Systemisch arbeiten?
Wussten Sie....?
Acht von zehn Menschen in Deutschland empfinden laut aktuellen Studien ihr Leben als stressig. Zudem steht jede/r Dritte unter anhaltendem Druck und damit auch Dauerstress.
Was ist Stress?
Stress bezeichnet die eigene körperliche und psychische Reaktion sowie die wahrgenommene Belastung durch bestimmte äußere Reize (Stressoren). Stress dient dazu, sich an verändernde Situationen und Umweltbedingungen anzupassen. Menschen brauchen Stress. Denn ohne die Bewertung von äußeren Reizen wären wir nicht überlebensfähig.
Stress an sich ist zunächst nicht schädlich. Im Gegenteil, er gehört zum Leben dazu und ist unser Antreiber. Er liefert uns Energie und fördert damit Aktivität und Leistungsfähigkeit für anstehende Herausforderungen. Entscheidend ist, dass auf die Phase der Anspannung auch wieder eine Phase der Entspannung bzw. des Ausgleichs folgt. Geschieht dies nicht, erleben wir Stress als Dauerbelastung. Diese Überbeanspruchung kann unsere Gesundheit gefährden. Stress wird dann nicht nur zum Mitverursacher zahlreicher Krankheiten, sondern führt auch zu gesundheitsschädigendem Verhalten in Belastungssituationen, wie beispielsweise ungesunder Ernährung oder dem vermehrten Konsum von Alkohol oder Zigaretten.
Stress haben wir alle, warum über Stress reden?
Durch meine langjährige Arbeit mit Menschen, u.a. im Sozialpsychiatrischen Bereich, habe ich tagtäglich gesehen, wie tiefgreifend sich anhaltender Stress auf die eigene Gesundheit auswirken kann. Sowohl körperliche als auch psychische Beeinträchtigungen, aber auch ernstzunehmende Erkrankungen (Burnout, Depression, Herzerkrankungen etc.) können sich in der Folge ausbilden, welche die Lebensqualität enorm beeinträchtigen.
Aus diesem Grund ist mir das Thema Stressprävention und auch Stressbewältigung ein großes Anliegen. In all meinen Beratungen habe ich als Beraterin für Stressbewältigung ein Augenmerk auf das aktuelle Stressempfinden der KlientInnen sowie ihre bisherigen Strategien im Umgang damit.
Da der immer schneller werdende Alltag es häufig nicht zulässt, innzuhalten und in sich hineinzuspüren, wie es einem selbst derzeit geht und was man im Moment bräuchte, bemerken viele Menschen den anhaltenden Stress erst dann, wenn sie bereits ausgelaugt sind und sich erste Symptome (anhaltende Kopfschmerzen, Gereiztheit, Antriebslosigkeit, Panikattacken, etc.) bemerkbar machen.
Was ist das Ziel?
Ziel ist es, eigene innere und äußere Stressoren zu identifizieren und die eigene Resilienz, also unsere psychische Widerstandskraft zu stärken. Damit sind wir in der Lage, Belastungen früher wahrzunehmen und schneller entgegenzusteuern, d.h. proaktiv aus Stresssituationen herauszufinden.
Sie wollen wieder mehr in die Selbstfürsorge und damit in die Eigenverantwortung in Ihrem Leben gehen? Dann sprechen Sie mich an!